Arbeitsplatzkataster

Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung kann einen wesentlichen Beitrag zur Belastungsminderung leisten, stößt aber zum Teil aufgrund der Unveränderlichkeit der Prozesse, des Standes der Technik, der finanziellen Möglichkeiten der Unternehmen und der Intensivierung von Arbeit an Grenzen.

Ein belastungsorientierter Arbeitsplatzwechsel auf der Basis eines auf den Ergebnissen der Gefährdungs- und Belastungsanalyse erstellten Arbeitsplatzkatasters kann helfen, die Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten oder gar zu fördern.

Das Arbeitsplatzkataster liefert einen systematischen Überblick über die Anforderungs- und Belastungsprofile eines Arbeitssystems, mit dem Ziel, durch Arbeitsplatzwechsel Über- oder Unterforderung der Beschäftigten zu vermeiden.

Das für jeden Arbeitsplatz erstellte Belastungsprofil kennzeichnet die körperlichen Belastungen der Teiltätigkeiten, umfasst die Arbeitsumgebungsfaktoren und die psychischen Belastungen und charakterisiert sie in Ampelform.

Die Anforderungs- und Belastungsprofile beinhalten die fachlichen und organisatorischen Anforderungen und führen sie mit den aus der Arbeitsaufgabe und der Arbeitsumgebung resultierenden Belastungen zusammen.

Das Arbeitsplatzkataster hat eine Reihe von Vorteilen:

  • Wirtschaftliche und humane Ziele der Unternehmen werden eher erreicht,
  • Vereinbarungen der Tarifvertragsparteien und gesetzliche Anforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes werden erfüllt,
  • Anforderungen und Belastungen des Arbeitssystems werden ganzheitlich aufgenommen,
  • Gestaltungsmöglichkeiten durch das Ampelsystem werden deutlich,
  • lern- und gesundheitsförderliche Arbeitsgestaltung werden erleichtert,
  • Fach- und Führungskräften sowie Beschäftigte werden beteiligt,
  • der Arbeitseinsatz der Beschäftigten wird mit Kenngrößen gesteuert
  • die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter bleibt erhalten,
  • Improvisationsprobleme beim Personaleinsatz werden reduziert und die Reservequote positiv beeinflusst.

Ansprechpartner: Hans Szymanski, Andrea Lange, Tobias Berens